Bodmer - Schinz - SiouxBodmer - Schinz - Sioux
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Karl Bodmer - Wahk-Tä-Ge-Li, ein Krieger der Sioux.

“Dacota-Krieger. Guerrier Dacota.” - No 43

Wahk-Tä-Ge-Li, Krieger der Sioux. Dieser Yankton Häuptling, von Maximilian 'Tapferer Krieger' genannt, hieß bei den Amerikanern 'Big Soldier'.

Bodmers Aquarell, das er im Mai 1833 gemalt hat, zeigt den fast 60-jährigen und 2 Meter großen Krieger mit Raubvogelfedern auf dem Kopf, ein Zeichen für seine Heldentaten. Seine Kleider sind mit Haaren seiner Feinde und mit bemalten Stachelschweinstachel verziert. Der Häuptling stand Bodmer zwei Tage lang Modell.

Lithographie von J. Honegger, nach Tableau 8 aus Maximilian Prinz zu Wied's's: “Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834”, das nach Aquarellen und Zeichnungen von Karl Bodmer entstanden ist. Herausgegeben von Heinrich Rudolf Schinz in 'Naturgeschichte und Abbildungen der Menschen der verschiedenen Rassen und Stämme', Zurich 1845.

Darstellungsgröße: 27 x 19 cm, Blattgröße: 36 x 26 cm.

€ 450,-

Zwischen 1824 und 1845 gab der Schweizer Naturforscher Heinrich Rudolf Schinz (1777-1861) mehrere Ausgaben seiner 'Naturgeschichte' heraus.

In der zweiten Ausgabe von 1835 veröffentlichte er zum ersten Mal Abbildungen, die nach Originalzeichnungen und Aquarellen von Karl Bodmer lithographiert wurden: einen Dakota Wah-Menitu, einen Muskoke und einen Piegan-Blackfoot Indianer.

Für seine dritte, überarbeitete und erweiterte Ausgabe mit dem Titel 'Naturgeschichte und Abbildungen der Menschen der verschiedenen Rassen und Stämme', die 1845 veröffentlicht wurde, konnte Schinz für die Abbildungen in seinem Buch die inzwischen erschienen Tableaus und Vignetten zu Maximilian Prinz zu Wied's: “Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834” und evt. auch weitere Zeichnungen und Aquarelle von Karl Bodmer verwenden.

Von der Honeggerschen Lithographischen Anstalt in Zürich wurden - nach den Tableaus und evt. auch nach weiteren Vorlagen von Karl Bodmer - 7 Tafeln mit insgesamt 11 Indianerporträts angefertigt, beginnend mit Mato-Tope (Taf. 38), dem Mandan Häuptling, mit dem sich Maximilian und Bodmer anfreundeten. Die Porträts auf den Lithographien sind seitenverkehrt abgebildet.

Literatur: Peter Bolz: Karl Bodmer, Heinrich Rudolf Schinz und die Veränderung des Indianerbilds in Europa. In: Karl Bodmer. Ein Schweizer Künstler in Amerika. Nordamerika Native Museum Zürich, 2009.